Nachtrennungsphase2018-11-20T15:51:04+00:00

Nachtrennungsphase

Gut zu wissen: Nach dem Schlusspunkt geht es weiter.

Verarbeitung & Veränderung. Anpassung & Stabilisierung. Schritt für Schritt.

Die Nachscheidungsphase oder Nachtrennungsphase beginnt, sobald die juristische Scheidung vollzogen wurde. Sie endet mit der emotionalen „Scheidung“, sprich mit der emotionalen Verarbeitung der Geschehnisse.

So sehr die Trennung als Schlusspunkt der Ehe möglicherweise herbeigesehnt wurde, setzt sich der Prozess der emotionalen Trennung weiter fort bzw. beginnt jetzt erst dieser herausfordernde Prozess.

Schritt 1: Vergangenheit verarbeiten.

Nicht selten resultieren Konflikte nach einer Trennung aus einer unzureichenden inneren Verarbeitung der erlebten Kränkungen. Dadurch können Gefühle wie Hass, Schuldzuweisungen und Enttäuschung dominieren, statt dass Sie sich auf die anstehende Neuorientierung und auf die Entwicklung einer kooperativen Elternschaft konzentrieren.

Mein Angebot: Lassen Sie sich bei der Reduktion des Ballast Ihrer Vergangenheit von mir unterstützen, damit Sie sich leichter auf Ihre Zukunft fokussieren können.

Schritt 2: Familie neu definieren.

Nach einer Trennung findet eine sehr umfangreiche Reorganisation des Familiensystems statt. Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden neu verteilt, der Alltag wird neu strukturiert, die Beziehungen im nun getrennten Familiensystem werden neu definiert und die Kontakte zu den Familienmitgliedern neu gestaltet.

Es müssen neue Rituale entwickelt und die vereinbarten Besuchsregelung in die Praxis umgesetzt werden. Besuchsübergänge müssen gestaltet werden. Mit möglichen Reaktionen der Kinder muss verständnisvoll umgegangen werden. Daraus entsteht ein hoher Bedarf an respektvoller Kommunikation untereinander.

Mein Angebot: Durch meine Anleitung und Vermittlung kann die dabei erforderliche Auseinandersetzung in konstruktive Bahnen erfolgen!

In dieser Phase findet die endgültige Umwandlung der Familie in eine neue Lebensform statt.

Schritt 3: Kooperative Elternschaft.

Sobald Kinder involviert sind, kann der andere Elternteil nach einer Scheidung nicht einfach aus dem eigenen Leben verbannt werden. Sie sind kein Paar mehr, aber immer noch Eltern. Nach der Scheidung muss also ein Umgang miteinander gefunden werden, der eine kooperative Elternschaft zulässt. Wobei die Umgangsformen nicht statisch zu sehen sind, sondern laufend an das reale Leben angepasst werden müssen. Denn Bedürfnisse und Interessen der Kinder ändern sich alters entsprechend. Genauso wie die Lebensumstände der Eltern.

Mein Angebot: Mit meiner Beratungsunterstützung gelingt es Ihnen leichter, die Partnerebene von der Elternebene zu trennen und Ihre Aufmerksamkeit auf den Nachwuchs auszurichten.

Schritt 4: Patchwork-Familie – denn das Leben bleibt nicht stehen.

Da das Leben nach einer Scheidung nicht stehen bleibt, können neue Lebenspartner auftauchen und/oder Kinder aus neuen Partnerschaften geboren werden. Das alles kann das gesamte – vielleicht noch fragile – Konstrukt wieder erschüttern und erfordert von allen Beteiligten eine erneute Anpassung an die veränderten Umstände. Dabei entsteht ein erhöhter Kommunikationsbedarf untereinander!

Mein Angebot: Gönnen Sie sich und Ihrer Familie meine Unterstützung bei der Bewältigung von familiären Erschütterungen, die das Leben so mit sich bringt.

Schritt 5: Stabilisierung

Generell kann man sagen, dass sich in der Nachtrennungsphase normalerweise das Familiensystem wieder stabilisiert. Die Familienmitglieder gewinnen ihr Gleichgewicht zurück und gewöhnen sich an den neuen Lebensstil. Die Gefühle des Schmerzes, der Trauer, der Angst, der Schuld werden schwächer und verschwinden zumeist gänzlich. Die emotionale Ablösung wird in dieser Phase vollendet, sodass aus dem vergangenen „wir“ ein gegenwärtiges „ich“ hervorgeht.

Lassen Sie uns gemeinsam entdecken, was in Ihrem „Ich“ steckt und wie Sie Ihre wiedergewonnene Stabilität gut schützen können.

Achtung: Rückfallgefahr!

Wenn das „neue“ Leben nicht den Erwartungen und Hoffnungen entspricht, und stattdessen z.B. Einsamkeit vorherrscht, kann es eine neue Sehnsucht nach der alten Partnerschaft geben. Neue Kränkungen knüpfen an die alten an und eine Neuorientierung ist nicht möglich. Das Karussell des Beziehungsdramas dreht sich weiter. Häufig unter unbewusster Einbindung der Kinder in den Konflikt!

Mein Angebot: Nutzen Sie meine Beratung als Bremse, wenn Sie der Verlockung des alten Beziehungsdramas kaum widerstehen können, statt sich selbst (und damit Ihren Kindern) Gutes zu tun.

Das Ziel: Autonomie!

Ziel dieses gesamten Prozesses ist es, dass es den Ex-Partnern gelingt, ein (emotional und existenziell) autonomes Leben mit gleichen Chancen aufzubauen – statt mit Ressentiments und Schuldzuweisungen in der Vergangenheit verhaftet zu sein.

Ein weiteres Ziel ist, dass die Ex-Partner weiterhin als Eltern Verantwortung übernehmen und auch die Kinder die Trennung ihrer Eltern als endgültig anerkennen und die elterliche Trennung gut in ihrer Biographie integriert haben.

„Eine Scheidung beendet zwar rechtlich eine Ehe, nicht aber automatisch auch die menschliche Beziehung.“ (Krähenbühl et al 1986)

Nach einer Trennung findet eine sehr umfangreiche Reorganisation des Familiensystems statt – hier ist Auseinandersetzung gefragt!

Kooperative Elternschaft: die Partnerebene von der Elternebene trennen und die Aufmerksamkeit auf den Nachwuchs ausrichten

Patchwork: Jeglicher Zugang oder Abgang erschüttert und erfordert von allen Beteiligten eine erneute Anpassung an die veränderten Umstände.

Generell kann man sagen, dass sich in der Nachscheidungs- phase normalerweise das Familiensystem wieder stabilisiert.

Achtung vor der Verlockung des alten Beziehungsdramas!

Autonomie ist das Ziel – emotional wie existentiell!